{"id":84,"date":"2011-09-24T17:00:52","date_gmt":"2011-09-24T15:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/knoetchen.de\/?p=84"},"modified":"2011-09-24T19:02:47","modified_gmt":"2011-09-24T17:02:47","slug":"kind-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/knoetchen.de\/?p=84","title":{"rendered":"Kind sein.."},"content":{"rendered":"<p>Heute beim Mittagessen:<br \/>\nEs gibt Fingerfood, das ist leicht zu machen und die Maus ist dabei so besch\u00e4ftigt, dass auch ich zum Essen komme. Es hat nat\u00fcrlich auch Nachteile&#8230;<\/p>\n<p>Erste Aktion grunds\u00e4tzlich: Teller umdrehen!<br \/>\nMit Gl\u00fcck landet das gesamte Essen auf dem Tisch, meistens eher nicht. Nachdem die Unterseite des Tellers dann ausgiebigst erforscht wurde, darf Mama den wieder richtig rum drehen..<\/p>\n<p>Danach direkt die St\u00fccken einzeln in die Hand nehmen und wahlweise zerquetschen, hin- und herreichen, zur\u00fcck auf den Teller verfrachten oder essen. Neues Feature: F\u00fcttern &#8211; die Quietscheente oder Mama\/Papa. Runterwerfen geht nat\u00fcrlich auch, das ist besonders spannend und wehe, das St\u00fcckchen ist dann au\u00dfer Sichtweite! Da wird geguckt und gesucht, bis es eben wieder da ist. Und wenn Mama es dann aufhebt, wird es gleich wieder runtergepfeffert &#8211; mal sehen, ob es wieder genauso f\u00e4llt..<\/p>\n<p>Richtig lustig wird die Sache dann, wenn es Brei gibt. Brei hat mehrere Besonderheiten. Zum Einen kann man den Teller nicht umdrehen (man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich schon, aber der Futtermeister ist dagegen). Dann kann man Brei l\u00f6ffeln, was allerdings  aufgrund der noch eingeschr\u00e4nkten motorischen Fertigkeiten eines 10-monatigen Kindes eine schwierige und klecksreiche Sache ist, und obendrein kann Brei aus Babysitzh\u00f6he ungef\u00e4hr eineinhalb Meter weit fliegen (mit Schwung weiter..). Das macht ungemein h\u00fcbsche Kleckse auch auf weiter entfernten Gegebst\u00e4nden und es klebt. Gerade Milch-Reis-Brei &#8211; Hammer! Mit dem Zeug kann man bestimmt auch Tapeten kleben und Fenster abdichten. Das hat unsere Kleine aber noch nicht herausgefunden, daher beschr\u00e4nkt sie sich in der Regel darauf, den einen oder anderen Klecks gro\u00dffl\u00e4chig zu verteilen und in einer d\u00fcnnen klebrigen Schicht auf dem Tisch einzumassieren. Wobei der \u00dcbergang von Tisch zu Babyhochstuhl und Sitzkissen \u00e4u\u00dferst flie\u00dfend ist. Neben Brei kann man auch andere Dinge einmassieren &#8211; Bananen, vollreife Birnen, Pfirsiche, Butterbrot, K\u00e4se, Nudeln, Kartoffeln.. eben fast alles.<\/p>\n<p>Am Ende des Essens sehen der Tisch und seine Umgebung nat\u00fcrlich aus, wie nach einem Bombenanschlag. Man beachte, wir haben in der gesamten Wohnung Teppich liegen (geht nicht anders &#8211; die Alternative w\u00e4re Fu\u00dfboden abschleifen und das in einer Mietwohnung..). Der hatte seine beste Zeit allerdings auch schon vor dem Baby hinter sich. Trotzdem. Eigentlich k\u00f6nnte ich den Teppich t\u00e4glich grundreinigen. Geht aber nicht, zun\u00e4chst muss das Kind grundgereinigt werden. <\/p>\n<p>L\u00e4chelnd erinnere ich mich der fragenden Worte meine Mutter: &#8222;Wie, sie bekommt kein L\u00e4tzchen?&#8220; Nee, Mutti, bei diesem Chaos w\u00e4re ein L\u00e4tzchen nur \u00fcberfl\u00fcssig. Beine, F\u00fc\u00dfe, Arme, Oberteile, Body, Haare &#8211; durchweicht mit undefinierbaren Resten. Da w\u00fcrde auch ein L\u00e4tzchen nichts rei\u00dfen. Also einmal ausziehen, in einen Eimer Wasser tauchen, schrubben, abtrocknen, neu einkleiden. So in etwa.. danach ist dann der Essbereich mit den bereits halb festgetrockneten Resten dran.<\/p>\n<p>Oberstes Gebot bei der ganzen Sache: Gelassenheit!<br \/>\nIch bin ja, was die Essensschweinerei angeht, die Gelassenheit in Person. Bei anderen Dingen ist das nicht so..<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich ein Lob an die Waschmittelindustrie und den Erfinder der Waschmaschine aussprechen: Ohne Euch w\u00e4re das Mama-Dasein h\u00e4rter!<\/p>\n<p>Um wieder den Bogen zur\u00fcck zum heutigen Essen zu spannen.. ich sa\u00df also da, l\u00f6ffelte mein Essen, beobachtete die kleine Forscherin schmunzelnd und stellte mir die eine, immer wiederkehrende Frage: Was denkt eigentlich so ein Kind dabei?   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute beim Mittagessen: Es gibt Fingerfood, das ist leicht zu machen und die Maus ist dabei so besch\u00e4ftigt, dass auch ich zum Essen komme. Es hat nat\u00fcrlich auch Nachteile&#8230; Erste Aktion grunds\u00e4tzlich: Teller umdrehen! Mit Gl\u00fcck landet das gesamte Essen auf dem Tisch, meistens eher nicht. 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