{"id":1700,"date":"2013-03-09T16:29:24","date_gmt":"2013-03-09T14:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/knoetchen.de\/?p=1700"},"modified":"2013-03-09T16:29:24","modified_gmt":"2013-03-09T14:29:24","slug":"familienbett-und-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/knoetchen.de\/?p=1700","title":{"rendered":"Familienbett und so.."},"content":{"rendered":"<p>Wir sind ja, wie man so sch\u00f6n sagt, Co-Sleeper.<br \/>\nAnnika schl\u00e4ft seit sie geboren wurde in unserem Bett. das hei\u00dft, abgesehen von einigen wenigen N\u00e4chten ganz zu Beginn, in denen wir, gepr\u00e4gt von den allgemeinen Erziehungsratgebern in Form von B\u00fcchern und der buckeligen Verwandtschaft, das Kind zum Schlafen ins eigene Bett- respektive die eigene Wiege &#8211; gelegt haben. Wir haben das relativ schnell aufgegeben. Das Kind brauchte n\u00e4mlich &#8211; an dieser Stelle d\u00fcrfen de \u00fcberzeugten &#8222;das Kind braucht ein eigenes Bett&#8220;-Anh\u00e4nger gern wegh\u00f6ren &#8211; N\u00e4he. Unglaublich viel N\u00e4he. Ehrlich gesagt mehr, als wir zun\u00e4chst zu geben im Stande waren. Aber man w\u00e4chst ja an seinen Aufgaben und nach einiger Zeit haben wir uns an die neue Schlafsituation gew\u00f6hnt. Es kostet zwar eine Menge Kraft, weil man nicht immer so schlafen kann, wie man eben m\u00f6chte, aber es gibt einem doch auch unglaublich viel.<br \/>\nAllen Unkenrufen zum Trotz ist Annika dennoch ein selbstbewusstes und selbstst\u00e4ndiges M\u00e4dchen geworden was auch nicht permanent an Muddi&#8217;s Rockzipfel h\u00e4ngt. Sie ist nach wie vor sehr verkuschelt, das ist sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Nichts desto trotz hat sich die Schlafsituation f\u00fcr alle in den letzten Wochen und Monaten weiter ver\u00e4ndert. Es wurde eng, in diesem 1,80m breiten Ehebett. F\u00fcr alle. Annika schl\u00e4ft jetzt, wie das f\u00fcr kleine Kinder gemeinhin \u00fcblich ist, unruhiger, sie bewegt sich viel im Traum und turnt mal eben innerhalb von 5 Minuten einmal quer durchs Bett, ohne R\u00fccksicht auf Verluste, geschweige denn auf Mama und Papa. Eine Ihrer liebsten Schlafpositionen ist es, wenn sie bei einem der Erwachsenen im Bett quer \u00fcber den Brustkorb, besser quer \u00fcber den Hals h\u00e4ngt. Wer das nicht nachvollziehen kann, den m\u00f6chte ich bitten, einen 10kg Kartoffelsack\/ Mehlsack einfach mal probeweise \u00fcber den Hals zu h\u00e4ngen und dann zu schlafen. Bitte beachten Sie dabei, dass ein Kind im Alter von zwei Jahren die 10kg-Marke in aller Regel bereits geknackt hat. Das Ganze ist also so unbequem, wie es klingt und sorgt mithin f\u00fcr leichte Unruhezust\u00e4nde in Folge von  Atemproblemen. Jetzt aber die Problematik bei der Sache: Nimmt man das Kind herunter und legt es wieder &#8222;richtig&#8220; ins Bett, so kann es unter umst\u00e4nden dazu f\u00fchren, dass das eben noch seelig \u00fcber der elterlichen Luftr\u00f6hre schnorchelnde Kind pl\u00f6tzlich erwacht, austickt, kreischt, einen anschreit und vor Wut so stark bei\u00dft, dass man im Stillen einen Dank in Richtung Gottes Gnade schickt, weil da eine dicke Bettdecke zwischen den Z\u00e4hnen des Kindes und dem eigenen Oberarm ist.<\/p>\n<p>Insbesondere das letztgenannte Ereignis, an dass sich das Kind am n\u00e4chsten Morgen gut erinnerte und als Grund f\u00fcr das Austicken angab, das &#8222;Mama im Bett rumgeiert&#8220; sei, gab mir zu denken. Auch angesichts der Feststellung, dass wir uns zwischenzeitlich im Schlaf allesamt st\u00f6ren, was zu Unausgeschlafenheit, Aggression und auch sonst allen negativen Auswirkungen, die man eben so bei Schlafmangel kennt, f\u00fchrt, sahen wir Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Irgendwann in dieser Woche, als ich die Kurze so ins Bett gebracht habe und eben warten musste, dass sie schl\u00e4ft, kam mir eine Idee, wie wir vorgehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Und so kam es, dass wir umgebaut haben:<br \/>\nDer zweite Nachttisch wurde abgebaut. Das letzte Teil der alten Schrankwand wurde umfunktioniert zum neuen Nachttisch. Der selbst gebaute Rausfallschutz f\u00fcrs Familienbett wurde entfernt. Das gesamte Ehebett haben wir um etwa 30cm in Richtung Fenster verschoben. Auf der vergr\u00f6\u00dferten Freifl\u00e4che wurde das Kinderbett aufgestellt, einseitig mit hohem Gitter (Rausfallschutz), auf der dem gro\u00dfen Ehebett zugeneigten Seite ist das Bett komplett offen, so dass  hier hin und her geklettert werden kann, wie es Madame belieben. Die Matratze des Kinderbettes haben wir auf der zweitniedrigsten Stufe, so dass der H\u00f6henunterschied nicht allzu gro\u00df ist.<\/p>\n<p>Es ist nun also so, dass das Kinderbett wie ein gro\u00dfes Babybay neben unserem Bett steht.<br \/>\nAnnika hat beim Umbau geholfen und schien auch zun\u00e4chst sehr zufrieden mit dem Bett. Wir haben es n\u00e4mlich so verkauft, dass man nur ein eigenes Bett bekommt, wenn man &#8222;gro\u00df&#8220; ist und dass dass Annika dann auch besser schlafen k\u00f6nne, weil Mama nicht im neuen Bett rumeiern darf.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, wie gut Annika das neue Bett annehmen wird. Fragen kann man kaum jemanden, denn s war (und st eigentlich immer noch) in unserem Kulturkreis ein eher ungew\u00f6hnliches Vorgehen, die Kinder so lang nicht im eigenen Bett schlafen zu lassen. Man h\u00f6rt dar\u00fcber hinaus auch eher die Geschichten, dass Familienbettkinder sich eher schwer tun, wenn sie ins eigene Bett umziehen sollen. Oftmals, weil der Umzug dann auch direkt ins eigene Zimmer f\u00fchrt. Dinge, die also nicht weiterhelfen. Anderseits empfinde ich die Konstellation jetzt eigentlich f\u00fcr alle als beste M\u00f6glichkeit. Annika hat ihr eigenes Bett und kann besser schlafen, da sie mehr Platz hat. Die gewohnte N\u00e4he zu den Eltern ist weiterhin gegeben. Wenn sie erh\u00f6hten Kuschelbedarf hat, kann sie jederzeit aus ihrem Bett raus und sich direkt bei uns ankuscheln. Ich f\u00fchle mich hoffentlich nicht mehr wie eine \u00d6lsardine zwischen Kind und mbH und muss vielleicht demn\u00e4chst nicht mehr im Gr\u00e4berle schlafen &#8211; wir haben zwar eine gro\u00dfe Matratze aber dennoch sind darunter zwei Lattenroste und genau da, wo ich in letzter Zeit schlafen musste, ist die Stelle wo beide zusammenstossen, will sagen, das ist verdammt hart. MbH hat m\u00f6glicherweise demn\u00e4chst wieder mehr als 40cm Platz zum Schlafen und muss nicht st\u00e4ndig beim Umdrehen bef\u00fcrchten, aus dem Bett zu st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Der Mittagsschlaf klappt zumindest schon einmal hervorragend. Ganz allein, ohne Meckern, ohne Jammern, ohne irgendeine Form von Protest. Beeindruckend. M\u00f6ge es so bleiben. Wie es wirklich l\u00e4uft, zeigt dann die Zeit.<\/p>\n<p>Als Fazit f\u00fcrs Familienbett m\u00f6chte ich f\u00fcr mich festhalten: Diese N\u00e4he zum Kind ist anstrengend (aber ehrlich: Alles ist mit einem Kind anstrengend.) aber auch sehr, sehr sch\u00f6n. Ob es f\u00fcr die kindliche Entwicklung von Vorteil ist oder nicht, dar\u00fcber m\u00f6gen sich die Ideologen streiten. Mir ist es gleich. Solange alle Beteiligten subjektiv vom Familienbett profitieren, sollte man es machen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem die Nachteile die Vorteile auf- bzw. gar \u00fcberwiegen, dann ist es Zeit, ohne Bedauern nach vorn zu blicken und den n\u00e4chsten Schritt zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind ja, wie man so sch\u00f6n sagt, Co-Sleeper. 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